Mein Indien Blog

Ende März bin ich von meiner letzten Indienreise zurückgekehrt. Dabei reiste ich von Delhi aus über Pushkar, Ajmer, Amritsar und Chandighar zu meinem eigentlichen Ziel, der Kumbh Mela in Haridwar. Den aufgezeichneten Blog dazu, stelle ich stückchenweise ein. Während der Reise sind natürlich viele Aufnahmen entstanden. Darunter auch Panoramen, Tilt-Shift Bilder und Filme, von denen ich einige im Blog ausstellen werde. Ich freue mich über Kommentare und kann durchaus mit konstruktiver Kritik umgehen ;-).
Kumbh Mela - Das große "Fest des Kruges“
Das große "Fest des Kruges“ (Maha Kumbh Mela) ist das größte religiöse Fest des Hinduismus und gilt auch weltweit als die größte Veranstaltung. Zur diesjährigen Kumbh Mela in Haridwar waren über 50 Millionen Pilger aus aller Welt gekommen. Ich kam mit einem klapprigen Bus von Chantighar, nach etwa 6 Stunden Fahrzeit, in Haridwar an. Besser gesagt, am Ortsrand von Haridwar, denn weiter ging es erstmal nicht.
Hochzeit in Ajmer (Fotoblog)
Fotoblog - Ajmer - März 2010
Nach wie vor ist die arrangierte Ehe in Indien weit verbreitet, wenngleich Liebesheiraten, insbesondere in der indischen Mittelschicht, immer üblicher werden. Ob es bei der Hochzeit in Ajmer, zu der ich zum Fotografieren eingeladen wurde, um eine arrangierte oder eine Liebeshochzeit handelte, kann ich nicht sagen. Niemand den ich hätte fragen können, sprach Englisch und mein Hindu ist so dürftig, dass ein Dialog, der über das Wetter hinaus geht, nicht möglich ist.
Abstieg von der Taragah-Sternenfestung
Teil 04 - Ajmer - März 2010
Mein Abstieg verläuft unterhaltsam. Ich trag die Kamera offensichtlich und werde alle paar Schritte um ein Portrait gebeten, gefolgt von einer kurzen Unterhaltung. Mein Rückweg dauert länger als der Aufstieg. Als ich im ersten Dorf ankomme halten mich Kinder auf. Jeder möchte fotografiert werden. Die Sache scheint etwas ausser Kontrolle zu geraten.
Aufstieg zur Taragah-Sternenfestung
Teil 04 - Ajmer - März 2010
Ich habe geschlafen bis fast 10 Uhr. Ich konnte meinen Augen kaum trauen, als ich auf den Wecker sah. Offensichtlich hat mich die verdrängte Zeit- und Klimaumstellung, sowie die anstrengenden ersten Tage eingeholt. Knapp 11 Stunden Schlaf, die mir vorkamen wie ein Nickerchen. Nachdem ich meine Knochen sortiert und meinen Rücken gerichtet habe, bin ich voller Tatendrang. Ein Omlett, ein Kaffee, Fotorucksack packen und ich verlasse den angenehm ruhigen Innenhof des Havellis.
Hat Brahma die Lotusblüte austrocknen lassen?
Teil 03 - Pushkar - März 2010
Von Delhi aus fahre ich mit dem Zug nach Ajmer. Die Reise im komfortablen Shatabdi Express soll sieben Stunden dauern. Kaum zwei Stunden Zugfahrt von Delhi entfernt, haben sich schon Landschaft, Menschen, Tiere, Häuser und Fahrzeuge völlig verändert. Es wird ländlicher, ich bin in Rajasthan, dem touristisch attraktivsten Land Indiens. Wenn ich aus dem Zugfenster schaue, fällt mir auf, dass immer mehr Traktoren und Ochsenkarren das Straßenbild bestimmen. Immer häufiger sehe ich Kamele, als Lastentiere oder vor den Karren gespannt.
Kuhdung und Räucherstäbchen
Teil 02 - Delhi: Paharganj - März 2010
Es hat sich Vieles geändert, in Delhi. Das wurde schon während der gut 20 Kilometer langen Fahrt, vom Flughafen nach Paharganj, dem schmalen Stück zwischen Alt- und Neudelhi, deutlich. Funktionierende Ampelanlagen regeln den Verkehr und die Fahrer halten sich daran. Das Drängeln und Reiben auf Kontakt bleibt aus. Zu viele neue Kleinwagen, im Besitz der neuen indischen Mittelschicht, wollen unbeschädigt bleiben.
Wo ist mein abgebranntes Hotel geblieben?
Incredible India. Wunderbares und unglaubliches Indien. So wirbt die indische Tourismusbehörde auf ihren Plakaten. Ja, es stimmt, zumindest für mich. Auch wenn ich nun das fünfzehnte Mal nach Indien komme, ist es immer wieder aufregend, nach der Immigration, den geschützten Flughafenbereich zu verlassen und mich dem subtropischen, chaotischen Kontinent zu überlassen. Die Müdigkeit ist wie weggeblasen. In Erwartung der eifrigen Taxifahrer, schmierigen Hotelschleppern und selbsternannten Reiseführern, sind alle Sinne hellwach. Ein wenig enttäuscht bin ich dann aber schon.


